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„Wer willst du sein, wenn du mit diesen Menschen zusammen bist?“

Dein "Überlebensbeitrag" für die Feiertage mit Erythrophobie & sozialer Angst

Die Feiertage. Familientreffen. Smalltalk. Firmenfeiern. Persönliche Fragen. Viele Menschen. Viel Nähe.

Wenn du unter Erythrophobie oder sozialer Angst leidest, kann allein der Gedanke an Weihnachten und die Tage drumherum puren Stress auslösen. Ich weiß, wie sich das anfühlt und genau deshalb bekommst du heute einen Beitrag von mir, der wie ein kleines Trostpflaster, wie ein mentaler Safe Space ist. Dein persönlicher Überlebensbeitrag für die Feiertage. Mit einer Übung, die dich sofort in deine Kraft bringt – auch wenn dein Nervensystem durchdrehen will.

Höre für die dazugehörige Podcastfolge auch gerne in die Podcastfolge Nummer 158 im Podcast „Augen zu und Sonnenseite“ rein!
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Deine Überlebensstrategie für die Feiertage: Wie du Weihnachten & Co. trotz Errötungsangst gelassen meisterst

Wenn du an Weihnachten denkst, denkst du dann an Lichterglanz, Plätzchenduft und gemütliche Abende — oder eher an stickige Räume, neugierige Familienfragen, Firmenfeiern, Smalltalk und den puren Stress, rot zu werden?

Für viele Frauen mit Errötungsangst ist die Weihnachtszeit nicht besinnlich, sondern belastend. Und falls du gerade schon beim Lesen spürst, wie dein Herz schneller schlägt: Du bist nicht allein.
In dieser besonderen Jahreszeit kommen oft all die Situationen zusammen, die dein Nervensystem so richtig herausfordern. Genau deshalb bekommst du heute einen Blogbeitrag, der wie ein mentaler Safe Space funktioniert: beruhigend, stärkend und klar.

Wir tauchen gemeinsam ein in:

  • warum die Feiertage oft so triggernd sind,

  • wie deine Errötungsangst im Unterbewusstsein entsteht,

  • wie du wieder in deine Kraft kommst,

  • und welche Übung dir SOFORT hilft — egal ob Familienessen, Firmenfeier oder Silvesterparty.

 


Warum die Feiertage so viel Stress auslösen — besonders bei Errötungsangst

Weihnachten bedeutet Nähe. Gespräche. Erwartungen. Menschen, die du lange nicht gesehen hast.
Und genau das macht diese Zeit emotional so geladen.

Vielleicht kennst du das:

  • Du sitzt beim Familienessen, die Luft ist warm, die Lampen hell.

  • Tante Ilse fragt in voller Runde: „Na, wie sieht’s denn mit einem Partner aus?“

  • Und bevor du überhaupt antwortest, spürst du es: Hitze im Gesicht. Erröten. Stress.

Oder es steht eine Firmenfeier an — viele Menschen, laute Gespräche, gezwungener Smalltalk.
Allein der Gedanke daran bringt dein Nervensystem an die Grenzen.

Das alles ist kein persönliches Scheitern.
Es ist eine unbewusste Stressreaktion, die über Jahre gelernt wurde. Und sie lässt sich verändern.

Warum du errötest: Das sagt dein Unterbewusstsein

Eines ist besonders wichtig zu verstehen:

Errötungsangst ist nicht angeboren — sie ist erlernt.

Irgendwann gab es in deinem Leben wahrscheinlich den Moment, an dem dich jemand auf dein Erröten angesprochen hat. Vielleicht wurde gelacht. Vielleicht war es dir unangenehm. Vielleicht hast du dich geschämt.

In diesem Moment hat dein Unterbewusstsein eine Verbindung gespeichert:

„Erröten = Gefahr“

Und ab dann wird die Reaktion automatisiert ausgelöst — egal ob die Situation objektiv gefährlich oder unangenehm ist.

Dein Bewusstsein weiß vielleicht:
„Es ist doch nur ein Familienessen.“
Aber dein Unterbewusstsein sendet ein anderes Signal:
„Achtung! Das könnte wieder passieren!“

Diese automatische Reaktion ist der Grund, warum du manchmal errötest, obwohl dir die Situation gar nicht unangenehm ist. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, wie stark und schützend dein Unterbewusstsein arbeitet.


Erröten ≠ Errötungsangst: Der Unterschied, den viele nicht kennen

Erröten ist körperlich. Es ist normal. Jeder Mensch kann rot werden, wenn Blutgefäße sich erweitern.

Die Angst davor, rot zu werden, ist das, was alles schwer macht.

Und genau diese Angst kann man lösen — durch:

  • Entspannung

  • nachhaltige Veränderung deiner Gedanken

  • Arbeit mit dem Unterbewusstsein (z. B. durch Hypnose)

  • ein neues Selbstbild

  • andere Entscheidungen im Alltag

Dein Ziel ist nicht, nie mehr rot zu werden.
Dein Ziel ist: dass es dich nicht mehr stresst.

Und das ist absolut möglich.


Wenn Selbstsabotage an Weihnachten plötzlich Alltag ist

Vielleicht erkennst du dich hier wieder:

  • Du wirst „nur kurz“ nach dem Befinden gefragt — und bam, schon steigt die Hitze in den Kopf.

  • Du setzt dich an den Tisch und hoffst, nicht im Mittelpunkt zu stehen.

  • Du sagst weniger, um nicht rot zu werden.

  • Du trinkst ein bis zwei Gläser Wein (oder mehr), um lockerer zu sein (viele tun das — du bist nicht allein).

Und vielleicht fragst du dich:

„Warum passiert das überhaupt? Warum reagiere ich so?“

Es liegt daran, dass dein Nervensystem seit Jahren in bestimmten Situationen „Gefahr!“ ruft. Und genau diesen Kreislauf kannst du durchbrechen.


Die wichtigste Frage: Wer sitzt an Weihnachten am Steuer?

In dir gibt es viele Persönlichkeitsanteile.
Einer davon ist dein unsicherer Anteil – der Teil, der übernimmt, wenn du errötest, wenn du dich beobachtet fühlst, wenn du gestresst bist.

Aber:

Dieser Anteil ist nicht DU.
Er ist nur ein Teil von dir.

Und genau hier beginnt der Schlüssel zur Veränderung:

Du kannst entscheiden, welcher innere Anteil dich in eine soziale Situation begleitet.

Eine kraftvolle Übung für dich

Diese Übung ist nicht einfach „nett“.
Sie ist eines der wirkungsvollsten Tools, die du nutzen kannst — gerade zu den Feiertagen.

👉 Der innere Anteil: Verbinde dich mit deiner selbstbewussten Version

Bevor du in eine herausfordernde Situation gehst, stelle dir folgende Frage:

Mit welcher Version von mir möchte ich heute auftreten?

Vielleicht ist es die:

  • Selbstbewusste

  • Entspannte

  • Lustige

  • Queen

  • Mutige

  • Rebellin

  • Strahlende

Schließe die Augen und visualisiere:

  • Wie sieht diese Version von dir aus?

  • Wie sitzt oder steht sie?

  • Wie bewegt sie sich?

  • Was denkt sie?

  • Was strahlt sie aus?

  • Was trägt sie?

  • Wie spricht sie?

Eine deiner Klientinnen stellte sich vor, wie sie als Königin mit Schleppe zu einer Firmenfeier geht. Und sie berichtete danach:

„Ich habe mich tatsächlich wie eine Queen gefühlt.“

Warum funktioniert das?

Weil dein Gehirn nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheidet.
Wenn du dich oft genug mit dieser starken Version von dir verbindest, wird sie zu deiner neuen Normalität.


Geführte Mini-Visualisierung

(leicht gekürzt & fürs Lesen angepasst, höre gerne auch in die Podcastfolge #158 rein, um sie dir anzuhören. Zum Podcast.)

  1. Setz dich bequem hin. Schließe die Augen.

  2. Atme tief durch die Nase ein — und durch den Mund aus.

  3. Denke an die nächste soziale Situation: Familienessen, Firmenfeier, Silvester.

  4. Stelle dir vor:
    Wie wäre diese Situation, wenn du mit deinem starken Anteil verbunden wärst?

  5. Wie sprichst du?
    Wie fühlst du dich?
    Was strahlst du aus?
    Wie gehst du?
    Welche Gedanken hast du?

  6. Spüre eine Minute lang richtig hinein, wie diese Situation dann sein würde.

  7. Öffne die Augen.

  8. Prüfe:
    „Was hat das jetzt mit mir gemacht?“

Diese Übung kannst du täglich wiederholen — und auch direkt vor sozialen Situationen.

 


Warum diese Übung so transformierend ist

Weil du nicht mehr unbewusst reagierst.
Du wählst bewusst, wer du sein möchtest.

Und jede bewusste Wiederholung stärkt deinen neuen inneren Anteil — und schwächt deine alten Muster.


Du kannst Weihnachten dieses Jahr anders erleben

Stell dir vor, du gehst in eine Situation und fühlst dich:

  • stabil

  • ruhiger

  • kraftvoller

  • selbstverbundener

  • weniger abhängig von der Meinung anderer

All das ist möglich — und du hast in diesem Artikel ein klares Werkzeug dafür bekommen.

Wenn du aber sagst:

„Ich will 2026 endlich meine Errötungsangst loslassen — richtig, nachhaltig, tief.“

Wenn du mit mir gemeinsam an deiner Errötungsangst arbeiten möchtest, dann empfehle ich dir mein neues Intensiv-Coachingprogramm „Errötungsangst Adé“.

👉 Zur kompletten Angebotsübersicht: Hier klicken

Ich hoffe, du konntest aus diesem Blogbeitrag einige Erkenntnisse für dich mitnehmen!

Höre für die Audioversion so gerne noch in die Podcastfolge #158 in meinem Podcast „Augen zu und Sonnenseite“ rein.

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Alles Liebe,
Kathrin

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